Wege zur Unsterblichkeit?
Dialog mit Religion, Naturwissenschaft, Spiritualität

«Das einzig Sichere im Leben ist der Tod.» Was uns der Volksmund so unnachahmlich trocken vor Augen führt - die eigene Endlichkeit - hat immer wieder dazu inspiriert, nach dem Unerreichbaren zu streben: nach der Unsterblichkeit
.

Zahlreich sind die Wege und Methoden, um sich unsterblich zu machen. Sei es, dass wir bleibende Werte schaffen wollen, künstlerische Werke etwa oder politische Gebilde, sei es, dass wir uns schlicht fortpflanzen und so der Schöpfung ein Schnippchen zu schlagen versuchen. Begrenzt durch die eigene Endlichkeit, durch den Tod, versuchen wir auf verschiedenste Art und Weise, eine Kontinuität zu schaffen, die über uns selbst hinausweist.

Die Ausstellung «Wege zur Unsterblichkeit?» zeigt drei dieser Methoden auf: Religion, Naturwissenschaft und Spiritualität. Diese werden gelesen als Kulturtechniken, die einen Weg eröffnen, die individuelle Endlichkeit hinter sich zu lassen. Die Religion als Gemeinschaft, die das Individuum aufnimmt und es einbettet in ein Sinngefüge, das vor der eigenen Geburt beginnt und weit über den eigenen Tod hinausreicht, die Naturwissenschaft als Traum des ins Endlose verlängerten Lebens, die Spiritualität als individueller Weg der Erleuchtung, der im gelungenen Moment der Meditation Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in eins fallen lässt und so den Tod überwindet.

Die Ausstellung in der Ruhmeshalle des Landesmuseums zeigt diese drei Methoden als drei parallele Räume, die es zu durchschreiten gilt, um zurückzukehren und den anderen, den zweiten oder dritten Weg zu gehen. Die drei Räume werden umrahmt vom Eröffnungsraum, der uns mit der eigenen Endlichkeit und Sterblichkeit konfrontiert, und dem abschliessenden Begegnungsraum, wo Naturwissenschaft, Religion und Spiritualität zum Dialog finden können.

«Wege zur Unsterblichkeit?» wird begleitet von einer Reihe von Veranstaltungen, die eben diesen Dialog initiieren und fördern sollen. Neben Podien, die insbesondere das Gespräch zwischen Naturwissenschaft und Gesellschaft im Auge haben, sollen auch die kulturellen und künstlerischen Ausdrucksformen des Umgangs mit den «Wegen zur Unsterblichkeit» zum Zuge kommen.